Unternehmensziel

Die Kernaufgabe des Unternehmens EuPhoRe besteht in der Extraktion von Phosphaten aus Biomassen durch die Anwendung eines patentgeschützten, innovativen und weltweit einzigartigen RedOx-Verfahren. Diese Technologie erzeugt als Koppelprodukt umweltfreundliche elektrische Energie zur Einspeisung in das deutsche Stromnetz, deren Vergütung im Einklang mit dem EEG steht.
Phosphat ist für alle lebenden Organismen essentiell und kann durch keinen anderen Stoff substituiert werden. Das Element Phosphat ist ein endlich vorkommender und nicht erneuerbarer Rohstoff. Bestmögliche Schätzungen namhafter internationaler Forschungsinstitute vermitteln das Ende der weltweiten natürlichen Phosphatvorräte innerhalb der folgenden 50 bis 120 Jahre. Rohphosphaterze als natürliche Phosphatträger werden meist im Tagebau mit erheblichen Eingriff in die Umgebung gewonnen und vor Ort zu handelsüblichem Rohphosphatkonzentrat mit durchschnittlichen P2O5-Gehalten von 27-34% verarbeitet. Von den weltweit jährlich geförderten etwa 190 Mio. Tonnen an Rohphosphaten werden etwa 85% zur Herstellung von Düngemitteln verwendet. Problem sämtlicher in geogenen Lagerstätten gewonnenen Rohphosphaterze ist deren zunehmende Belastung mit Schadstoffen, insbesondere in Form von Schwermetallen.
Der wachsende Weltverbrauch, bedingt durch die Zunahme der Weltbevölkerung, verbunden mit der Ausweitung der tierischen Produktion, führen zu einer rasanten Phosphat-Verknappung mit erheblichen gesellschaftspolitischen Auswirkungen. Die Jahre 2007 und 2008 waren von globalen Versorgungsengpässen gezeichnet (sog. Phosphat-Krise), die zu Phosphat-Preissteigerungen um bis zu 700% führten.
Die International Fertilizer Industry Association (IFA) prognostiziert für den Zeitraum bis 2014 eine weltweite jährliche Nachfragesteigerung von 5%. Die European Fertilizer Manufacturers Association (EFMA) erwartet für die kommenden Jahre ein Wachstum des Phosphatkonsums in Europa von jährlich 3,9% bis 2019. Da Europa über keine Phosphaterzvorkommen verfügt, unterliegt der Phosphatkonsum in Europa gesamtheitlich dem Importvertrauen. Die EU-27 importieren jährlich 2,7 Mio. Tonnen Phosphat.

Aufgrund der absehbaren Verknappung dieses essentiellen Rohstoffes gibt es seit längerem von europäischen Regierungen initiierte Forschungsvorhaben mit dem Ziel der Rückgewinnung von Phosphaten aus Biomasse. Dadurch soll der unausweichlichen Verknappung entgegengewirkt werden. Da Phosphate nicht substituierbar sind, besteht in der Rückgewinnung die tatsächlich einzige Alternative zur Schonung der geogenen Lagerstätten.